Christian Gérôme im Interview über den Berliner Luxus-Immobilienmarkt, fallende Preise und neue Chancen für Käufer.

Der Berliner Immobilienmarkt hat sich verändert. Besonders im gehobenen Segment sind die Zeiten überzogener Preisvorstellungen vorbei. Christian Gérôme kennt diesen Markt seit mehr als 30 Jahren. Er begleitet Käufer und Verkäufer exklusiver Immobilien in Berlin – von Villen in Grunewald und Wannsee bis zu Lofts und Eigentumswohnungen in Mitte.

Im Interview mit dem ERSTKLASSIG MAGAZIN spricht Gérôme offen über die aktuelle Lage: Die Preise sind gefallen, Käufer agieren vorsichtiger und Verkäufer müssen sich auf realistische Marktwerte einstellen.

„Wir sind circa 20 bis 35 Prozent von den damaligen Höchstpreisen entfernt. Eine Chance für Käufer. Eine bittere Wahrheit für Verkäufer.“

Gerade Immobilien ab 2,5 bis 3 Millionen Euro seien heute deutlich schwerer zu vermitteln. Der Grund: Berlin fehlt es im Vergleich zu Städten wie München an großen Konzernen, Spitzenverdienern und internationaler Kaufkraft. Auch Käufergruppen, die früher im Luxussegment aktiv waren, sind heute deutlich zurückhaltender.

Trotzdem bleibt Gérôme überzeugt: Berlin ist eine sichere Anlage. Deutschland bietet stabile rechtliche Rahmenbedingungen, ein verlässliches Grundbuch und langfristige Sicherheit. Wer den Markt kennt und realistisch bewertet, findet auch heute Chancen.

Besonders spannend: Gérôme spricht nicht nur als Makler, sondern auch als Entwickler. Er hat unter anderem den alten Güterbahnhof Zehlendorf von 1838 gerettet und zu einer bekannten Event- und Kulturlocation geformt. Weitere Projekte in Berlin befinden sich bereits in der Umsetzung.

Sein Fazit ist deutlich: Berlin bleibt eine Stadt mit enormem Potenzial. Aber Verkäufer müssen ehrlich auf den Markt schauen – und Käufer können aktuell von deutlich realistischeren Preisen profitieren.